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Verein in Gründung
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Initianten und Komitee

Abstimmungsergebnis vom 27. September 2026

Die Neutralitätsinitiative wurde am 27. September 2026 mit 70,15 % Nein zu 29,85 % Ja verworfen. Alle 26 Kantone lehnten sie ab; die Standesstimmen verteilen sich auf 0 Ja und 23 Nein.

Vorläufiges amtliches Endresultat · Datenstand: 27. September 2026, 16:12 Uhr (Europe/Zurich).

Ergebnis Anzahl Stimmen Anteil
Ja 789’130 29,85 %
Nein 1’854’767 70,15 %

Stimmbeteiligung: 47,06 %.

Der vorgeschlagene Art. 54a wird damit nicht in die Bundesverfassung aufgenommen. Die folgenden Grundlagen und Argumente dokumentieren die Debatte vor der Abstimmung.

BFS: amtliches Abstimmungsergebnis

Zusammenfassung: Die Neutralitätsinitiative wird vom Verein "Pro Schweiz" getragen, der 2022 als Nachfolgeorganisation der AUNS gegründet wurde. Das Initiativkomitee wird von Walter Wobmann (SVP) präsidiert. Die SVP ist die einzige grosse Partei, die die Initiative unterstützt.


1. Verein Pro Schweiz -- AUNS-Nachfolge

Am 8. Oktober 2022 wurde der Verein "Pro Schweiz" in Bern gegründet [1][2]:

Merkmal Detail
Gründung 8. Oktober 2022, Bern
Fusion aus AUNS (Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz), Komitee gegen den schleichenden EU-Beitritt (EU-NO), Wirtschaftsverband gegen den EU-Beitritt
Politische Einordnung Rechtskonservativ, souveränistisch
Sitz Postfach 54, 8416 Flaach

Der Gründungsakt wurde von Alt-Bundesrat Christoph Blocher geleitet [1].


2. Führung

Funktion Person Hintergrund
Präsident Pro Schweiz Stephan Rietiker Zuger Arzt, Medtech-Unternehmer, ehem. GC-Präsident [3]
Vizepräsident / Komitee-Präsident Walter Wobmann Ehem. SVP-Nationalrat SO [4]
Geschäftsführer Werner Gartenmann Bereits bei AUNS in gleicher Funktion [1]

3. Initiativkomitee

  • Walter Wobmann (Präsident, ehem. SVP-Nationalrat SO)
  • Thomas Äschi (SVP-Fraktionschef, Nationalrat ZG)
  • Pierre-Andre Page (SVP-Nationalrat FR)
  • Hans-Üli Vogt (ehem. SVP-Nationalrat ZH, Rechtsprofessor)
  • Joseph "Sepp" Blatter (ehem. FIFA-Präsident)
  • Stephanie Gartenmann

Hinweis: Christoph Blocher unterstützte die Initiative bei der Lancierung massgeblich, ist aber nicht formelles Mitglied des Initiativkomitees. [4]


4. Politische Einordnung

Pro Schweiz positioniert sich als überparteiliche Organisation, ist aber personell eng mit der SVP verbunden. Die SVP ist die einzige grosse Partei, die die Initiative offiziell unterstützt [5]. Hinweis: Positionspapier der SVP

Es gibt allerdings auch Sympathien bei Teilen der Friedensbewegung und vereinzelt bei Linken, die das Sanktionsregime grundsätzlich kritisch sehen.

Partei Position zur Initiative
SVP Ja (einzige Befürworterin)
SP Nein
FDP Nein
Die Mitte Nein
Grüne Nein
GLP Nein

Quellenverzeichnis

[1] swissinfo.ch (2022). Pro Schweiz als AUNS-Nachfolgeorganisation gegründet.
SWI swissinfo.ch. [Open Access]

[2] SRF (2022). Ringen um Neutralität -- Die AUNS wird zu Pro Schweiz.
Schweizer Radio und Fernsehen. [Open Access]

[3] NZZ (2022). Blochers Pro Schweiz setzt auf Rietiker.
Neue Zürcher Zeitung. [Open Access]

[4] 20 Minuten (2024). Ex-FIFA-Chef Blatter weibelt für Initiative.
20 Minuten. [Open Access]

[5] SVP Schweiz (2024). Stellungnahme zur Neutralitätsinitiative.
SVP Schweiz. [Open Access] Hinweis: Positionspapier der SVP


Letzte Aktualisierung: März 2026