Schweizer und europäische SaaS-Anbieter ohne US-Nexus bieten Alternativen für Cloud-Dienste. Schweiz: Infomaniak, Hostpoint, Cyon, Nine.ch, Exoscale, Proton, Threema, kSuite. EU: Tutanota, Posteo, Mailbox.org, OVHcloud, IONOS, Hetzner, T-Systems. Diese Anbieter unterliegen schweizer/EU-Datenschutzrecht und sind nicht direkt vom CLOUD Act betroffen.
Schweizer Anbieter: Infomaniak (kSuite, Hosting), Hostpoint (Hosting, Mail), Cyon (Hosting, Office), Nine.ch (Managed Services), Exoscale (Cloud-Infrastruktur, Plus-Tochter Schweizer Post), Proton (Mail/Drive/Calendar/VPN), Threema (Messaging), Swisscom Enterprise Cloud (S3-kompatibel, Hyperconverged).
EU-Anbieter: Tutanota, Posteo, Mailbox.org (Deutschland), OVHcloud (Frankreich), IONOS, Hetzner, T-Systems (Deutschland, Open Telekom Cloud), GAIA-X-Projekte.
Die Auswahl ist beträchtlich für Standard-Workloads (Mail, Hosting, Office, File-Sharing). Lücken bestehen bei spezialisierten Diensten: Hyperscale-Compute, spezifische SaaS-Anwendungen (Salesforce, ServiceNow), Premium-AI-Dienste. Diese Lücken erfordern eigene Lösungen oder Hybrid-Architekturen.
Für 80-90 % der Standard-Workloads gibt es brauchbare Schweizer oder EU-Alternativen. Die verbleibenden 10-20 % sind Spezialfälle, die strategisch geprüft werden müssen.
Hinweis: Die folgenden Punkte sind Empfehlungen aus dem BGDS-Entwurf (Sektion 6) — kein geltendes Recht, sondern Vorschläge für eine künftige Schweizer Gesetzgebung.
Der BGDS-Vorschlag (Art. 15-20) empfiehlt eine öffentliche, jährlich aktualisierte Liste empfohlener souveräner Anbieter (durch EDÖB/BIT gepflegt) und eine Pflicht zur dokumentierten Begründung bei Abweichung.