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Gerichtete Energiewaffen (DEW) — Vue d'ensemble

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État : mars 2026.

Gerichtete Energiewaffen (Directed Energy Weapons, DEW) projizieren konzentrierte Energie in Form von Laser- oder Mikrowellenstrahlung auf ein Ziel, um es zu beschädigen oder zu zerstören. In der Drohnenabwehr gelten DEW als «Game Changer»: Sie bieten nahezu unbegrenzte «Munition» zum Preis weniger Franken pro Schuss und können Ziele mit Lichtgeschwindigkeit bekämpfen.

Gerichtete Energiewaffen — Hochenergielaser und Hochleistungsmikrowellen — versprechen, das Coûtsproblem der Drohnenabwehr zu lösen: Ein Laserschuss kostet wenige Franken statt mehrere Millionen für eine Rakete.

De quoi s'agit-il ? Diese Vue d'ensemble erklärt die beiden Haupttechnologien gerichteter Energie (Laser und Mikrowelle), den aktuellen Entwicklungsstand, die physikalischen Grenzen und die bereits im Einsatz stehenden Systèmes.

Pourquoi est-ce important ? DEW sind keine Zukunftsmusik mehr — Grossbritannien hat den DragonFire-Laser bereits getestet, die USA setzen den DE M-SHORAD ein. Diese Technologie könnte die Ökonomie der Drohnenabwehr fundamental verändern und ist für jede zukünftige Suisseer Beschaffung relevant.

Grundprinzipien: Energieprojektion mit Lichtgeschwindigkeit

Anders als kinetische Waffen, deren Projektile oder Flugkörper Sekunden bis Minuten zum Ziel benötigen, treffen DEW-Effektoren ihr Ziel quasi instantan — mit rund 300 000 km/s. Dies eliminiert die Notwendigkeit der Vorhaltepunktberechnung und macht Ausweichmanöver des Ziels wirkungslos.

Schlüsselvorteile

Eigenschaft Kinetisch DEW
Wirkzeit Sekunden bis Minuten Instantan (Lichtgeschwindigkeit)
Coûts/Schuss 20 EUR – 12 Mio. USD 0.10 – 13 USD
Magazintiefe Begrenzt (Munition) Quasi unbegrenzt (Energie)
Kollateralschäden Trümmer, Blindgänger Minimal (gerichteter Strahl)
Schwarmbekämpfung Begrenzt (sequenziell) HPM: gleichzeitig / Laser: schnelles Umschalten
Wetterabhängigkeit Gering Hoch (insb. Laser)

Catégorien

DEW für die Drohnenabwehr lassen sich in zwei Hauptkategorien unterteilen:

1. Hochenergielaser (HEL — High Energy Laser)

Laser konzentrieren kohärentes Licht zu einem schmalen Strahl, der das Ziel thermisch zerstört — durch Durchbrennen der Struktur, Entzündung von Treibstoff oder Zerstörung optischer Sensoren. Aktuelle Systèmes operieren im Bereich von 20 bis 150 kW, mit Entwicklungsprogrammen bis 300 kW.

2. Hochleistungsmikrowellen (HPM — High Power Microwave)

HPM-Systèmes senden kurze, intensive Pulse elektromagnetischer Energie im Mikrowellenbereich aus. Diese induzieren Ströme in der Elektronik des Ziels, die zu Fehlfunktionen oder dauerhafter Zerstörung der Schaltkreise führen. Der entscheidende Avantage: HPM können einen breiten Bereich gleichzeitig abdecken und so ganze Drohnen-Schwärme mit einem einzigen Puls neutralisieren.

Gerichtete Energiewaffen: Leistungsentwicklung Hochenergielaser

Effetsarten

Thermische Effet (primär: Laser)

Der Laserstrahl erhitzt eine kleine Fläche auf der Drohnenstruktur bis zum Materialversagen:

  • Strukturelle Zerstörung: Durchbrennen von Tragflächen, Rumpf oder Rotoren
  • Treibstoffentzündung: Bei Drohnen mit flüssigem oder festem Treibstoff
  • Sensorblendung/-zerstörung: Niedrigere Leistungsstufen (Soft-Kill) blenden optische Sensoren, höhere zerstören sie
  • Sprengstoffzündung: Bei Drohnen mit explosiver Nutzlast

Die Einwirkzeit hängt von der Laserleistung, der Distanz, den atmosphärischen Bedingungen und dem Zielmaterial ab — typisch 2–10 Sekunden für ein 50-kW-Système auf 1–2 km.

Elektronikzerstörung (primär: HPM)

HPM-Pulse wirken nicht thermisch, sondern durch elektromagnetische Kopplung:

  • Störung (Upset): Temporäre Fehlfunktion der Bordelektronik — die Drohne verliert die Kontrolle und stürzt ab
  • Beschädigung (Damage): Dauerhafte Zerstörung von Halbleiterbauelementen durch induzierte Überspannungen
  • Breitflächenwirkung: Ein HPM-Puls kann einen kegelförmigen Bereich abdecken und mehrere Drohnen gleichzeitig treffen

Die Effet ist unabhängig von der Steuerungsart der Drohne: Auch glasfasergesteuerte und autonome Drohnen haben elektronische Bauteile, die durch HPM-Pulse beschädigt werden können.

Statut quo und Entwicklungsstand

Système Type Leistung Statut Herkunft
Iron Beam HEL 100 kW Operationell (2025) Israel
LOCUST X3 HEL 20–35 kW Ausgeliefert (2025) USA
DragonFire HEL 50 kW Erprobt (2024) Grossbritannien
HELIOS HEL 60–120 kW Integriert auf USS Preble USA
Skyranger 30 HEL HEL 20–100 kW In Entwicklung Deutschland
Tryzub HEL k. A. Feldtest (2025) Ukraine
Leonidas HPM k. A. Operationell USA
Phaser/Chimera HPM k. A. Erprobt USA
Diehl HPEM HPM k. A. Operationell Deutschland

Herausforderungen

Trotz ihrer Avantagee stehen DEW vor technischen Hürden:

  1. Energieversorgung: Hochenergielaser benötigen Hunderte Kilowatt elektrische Leistung — mobile Plattformen müssen entsprechende Generatoren mitführen
  2. Wärmemanagement: Die Abwärme muss effizient abgeführt werden, um Dauerbetrieb zu ermöglichen
  3. Atmosphärische Effekte (Laser): Regen, Nebel, Staub und thermische Turbulenzen reduzieren die Laserleistung erheblich
  4. Fratricide (HPM): Breitflächige HPM-Pulse können auch eigene elektronische Systèmes beeinträchtigen
  5. Zertifizierung: Die Sicherheitsanforderungen für den Einsatz in der Nähe eigener Truppen und Zivilisten sind komplex

DEW sind kein Ersatz, sondern eine Ergänzung kinetischer Systèmes. In einem geschichteten Abwehrverbund übernehmen sie die kosteneffiziente Bekämpfung kleiner, zahlreicher Drohnen, während Lenkflugkörper für hochwertige und schnelle Ziele reserviert bleiben.


Sources:

[1] Rafael — Iron Beam High Energy Laser Weapon Système

[2] Epirus — Leonidas High-Power Microwave

[3] RTX — High-Power Microwaves

[4] Rheinmetall — Skyranger 30 HEL

[5] Defense News — Ukraine Claims to Have Fielded a Drone-Killing Laser Weapon

[6] Diehl Group — HPEM Technology