Das FBI Legat (Legal Attaché) in der US-Botschaft Bern koordiniert die Strafverfolgungs-Zusammenarbeit. StGB Art. 271 («Verbotene Handlungen für einen fremden Staat») verbietet ausländische Behördentätigkeit auf Schweizer Boden ohne Schweizer Ermächtigung.
Das FBI Legat agiert formal nicht als Ermittlungsbehörde in der Schweiz, sondern als Liaison-Stelle: Anfragen an fedpol, MROS, Bundesanwaltschaft, kantonale Behörden; Vermittlung von Zeugen-Interviews; Unterstützung Schweizer Mitarbeitender bei US-FBI-Akademie. StGB Art. 271 stellt unter Strafe, wer ohne Bewilligung des Bundesrats Handlungen für einen fremden Staat vornimmt, die Schweizer Behörden vorbehalten sind.
Die Bundesanwaltschaft hat mehrere Verfahren wegen Art.-271-Verstössen geführt; einzelne Verurteilungen sind dokumentiert.
Die Schweiz hat mit Art. 271 ein juristisches Werkzeug, um ausländische Behördentätigkeit zu kontrollieren. In der Praxis ist die Grenzziehung zwischen «Liaison-Tätigkeit» und «eigenständiger Ermittlung» schwierig — insbesondere bei mündlichen Anfragen und digitalen Übermittlungen.
Art. 271 ist ein wirkungsvoller, aber selten konsequent durchgesetzter Schutzmechanismus. Für rein digitale ausländische Behördentätigkeit greift Art. 271 nicht.
Hinweis: Die folgenden Punkte sind Empfehlungen aus dem BGDS-Entwurf (Sektion 6) — kein geltendes Recht, sondern Vorschläge für eine künftige Schweizer Gesetzgebung.
Der BGDS-Vorschlag (Art. 9-14) würde Art ergänzen. 271 für den digitalen Raum: Datenherausgabe an ausländische Behörden ohne Schweizer Ermächtigung wird ausdrücklich unter Strafandrohung gestellt.