Palantirs Ontologie modelliert Datenfelder semantisch — Personen, Vorgänge, Beziehungen, Eigenschaften —, was Querauswertungen über Datenquellen erlaubt. Purpose-Based Access Control (PBAC) verlangt für jeden Zugriff einen dokumentierten Verarbeitungszweck. PBAC erhöht die Compliance-Transparenz, ersetzt aber nicht externe Aufsicht.
Die Ontologie definiert Objekt-Typen (Person, Organisation, Event), Properties und Links (Person knows Person). Datenquellen werden via Mapping verknüpft. Eine Abfrage wie «Zeige Personen, die mit Person X in den letzten 6 Monaten kommuniziert haben und in Land Y waren» wird als Graphquery operationalisiert.
PBAC erfordert für jeden Zugriff einen Zweck («Investigation X gemäss Beschluss Y»). Das System protokolliert; Zugriffe ausserhalb autorisierter Zwecke werden blockiert oder gemeldet.
In Schweizer Behörden-Anwendungen wird PBAC als Konformitätsnachweis (DSG, Verarbeitungsregister) verwendet. PBAC ist eine technische Massnahme; sie ersetzt nicht die rechtliche Frage, ob bestimmte Datenflüsse überhaupt zulässig sind.
PBAC ist ein wertvolles, aber unzureichendes Werkzeug. Es macht Datenzugriffe nachvollziehbar, beantwortet aber nicht die Frage nach der Rechtmässigkeit der gesammelten Daten.
Hinweis: Die folgenden Punkte sind Empfehlungen aus dem BGDS-Entwurf (Sektion 6) — kein geltendes Recht, sondern Vorschläge für eine künftige Schweizer Gesetzgebung.
Der BGDS-Vorschlag (Art. 21-26) verlangt unabhängige Audits durch staatliche und kantonale Aufsichtsstellen — unabhängig von PBAC.