Zum Inhalt
Verein in Gründung
Pilotbetrieb

Diese Plattform befindet sich im Pilotbetrieb. Trotz sorgfältiger Prüfung können Inhalte und Funktionen Fehler enthalten. Bitte überprüfe wichtige Angaben anhand der verlinkten Originalquellen.

SW-Version alpha 0.41
Darstellung: System
Sprache: DE

SwissHDS und DigiSanté – Die Reihenfolge ist entscheidend

Sprachfassungen: Deutsch · Français · Italiano · English · Rumantsch

Drei Ebenen

Ebene Aufgabe
Praxis-, Klinik- und Laborsysteme Medizinische Arbeit und Primärdokumentation vor Ort
E-GD Übergreifende, längerfristig verfügbare behandlungsrelevante Informationen
Swiss Health Data Space Gemeinsame Dienste, Standards und kontrollierter Austausch zwischen Organisationen

Das BAG-Faktenblatt nennt HL7 FHIR als Grundlage für strukturierte Informationen und standardisierte Schnittstellen. Ein PDF-Bericht bleibt möglich; ein standardisierter Medikationsdatensatz kann dagegen maschinell verarbeitet werden. Technische Aspekte, S. 1–2

SwissHDS ist nicht einfach ein zweites Zentralarchiv

Der amtliche Projektbeschrieb sieht eine föderierte Architektur vor: Daten verbleiben grundsätzlich bei verantwortlichen Organisationen und werden über gemeinsame Dienste kontrolliert nutzbar. Das Projekt finanziert nicht automatisch die lokale IT-Umstellung aller Praxen und Spitäler. Projektbeschrieb, Ziele und Abgrenzung

Ein eigenes Gesetzgebungsprojekt, das Bundesgesetz über den digitalen Datenraum Gesundheit (BDG), soll Rechtsgrundlagen für Aufbau und Betrieb schaffen. Sein Projektzeitraum 2025–2031 ist kein Nachweis, dass dieses Gesetz bereits gilt. Amtlicher Gesetzgebungsprojektbeschrieb

Der Einwand der Ärzteschaft

Die FMH unterstützt die stärkere Bundesrolle, verlangt aber eine gemeinsame Gesetzgebung und abgestimmte Einführung von E-GD und SwissHDS. Ihre Sorge: Eine Ablage allein schafft noch keine reibungslosen Arbeitsabläufe zwischen den Behandlungspartnern; isolierte Vorhaben könnten zusätzliche Kosten erzeugen. Position zur Gesamtarchitektur

Sparvorgaben verändern die Planung

Am 5. Juni 2026 teilte das BAG mit, dass für DigiSanté 2027 31,5 statt ursprünglich 59 Millionen Franken vorgesehen seien. SwissHDS soll sich zunächst auf Kernelemente des E-GD und ausgewählte Pilotprojekte konzentrieren. Diese Zahlen betreffen das Programm DigiSanté, nicht einen feststehenden Gesamtpreis des E-GD. Budget und neue Priorisierung

Redaktionelle Einordnung: Die Aussage «erst Dossiers, danach Datenaustausch» beschreibt eine Sorge über Abhängigkeiten. Eine belastbare Bewertung verlangt konkrete Meilensteine: Welche Schnittstellen müssen beim Dossierstart funktionieren, welche Dienste kommen später, und wer bezahlt Anpassungen?

Weiter: Kosten · Umsetzung