
Kabelaufklärung — Schweizer/Auslands-Knoten und Anzapfpunkt ZEO Zimmerwald
Die Kabelaufklärung (NDG Art. 39-43) erlaubt dem NDB die Erfassung grenzüberschreitenden Datenverkehrs in Glasfasernetzen. Operativ erfolgt sie über das Zentrum für elektronische Operationen (ZEO) Zimmerwald. Genehmigung durch das BVGer auf Antrag VBS nach Konsultation Sicherheitsausschuss. Stichwort- und Schlüsselselektor-basiert.
Art. 39 NDG: Der NDB darf grenzüberschreitende Signale erfassen, soweit die Massnahme zur Aufklärung sicherheitspolitisch bedeutsamer Vorgänge im Ausland geeignet und erforderlich ist. Erfassung auf konkreten Glasfaserstrecken; Selektoren und Suchbegriffe werden in einem genehmigten Katalog gepflegt. Genehmigung BVGer befristet; jährliche Stichproben durch AB-ND.
Volumina sind klassifiziert; der Jahresbericht NDB enthält aggregierte Angaben. ZEO Zimmerwald ist Teil der Schweizer Armee, untersteht dem NDB operativ.
Schweizer Inlandskommunikation ist formal ausgeschlossen — doch da viele Schweizer Cloud-Dienste über internationale Knoten laufen, wird Schweizer Traffic miterfasst. Die Aufschlüsselung zwischen ausländischen und Schweizer Datensubjekten ist technisch anspruchsvoll.
Die Kabelaufklärung ist die Schweizer Variante der UPSTREAM-Logik. Sie operiert unter stärkerer rechtlicher Kontrolle als die US-Programme, aber strukturell vergleichbar — Massensammlung mit nachgelagerter Filterung.
Hinweis: Die folgenden Punkte sind Empfehlungen aus dem BGDS-Entwurf (Sektion 6) — kein geltendes Recht, sondern Vorschläge für eine künftige Schweizer Gesetzgebung.
Der BGDS-Vorschlag (Art. 21-26) empfiehlt erweiterte öffentliche Berichterstattung über Volumina, Schlüsselwort-Klassen und Anteil mitgesammelter Schweizer Personen.