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Ausgangslage – Warum das EPD neu ausgerichtet wird

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Geringe Verbreitung ist belegt

eHealth Suisse meldet 136’076 eröffnete EPD per Ende April 2026. Die Zahl beantwortet, wie viele Dossiers eröffnet wurden. Sie zeigt nicht, wie vollständig sie sind, wie häufig jemand sie aufruft oder ob sie eine Behandlung verbessern. Ein April-Bestand darf zudem nicht als Messung vom Oktober 2026 bezeichnet werden. Bestandsangabe von eHealth Suisse

Freiwilligkeit erklärt nicht sämtliche Schwierigkeiten

Für die Bevölkerung gilt bisher die aktive Einwilligung. Für Spitäler besteht die Anschlusspflicht seit 2020, für Pflegeheime und Geburtshäuser seit 2022; auch seit 2022 neu zugelassene Arztpraxen müssen angeschlossen sein. Viele schon länger tätige ambulante Fachpersonen können freiwillig teilnehmen. Die Formel «niemand musste mitmachen» beschreibt das geltende System deshalb unzutreffend. Offizielle Erklärung des heutigen EPD Kostenstudie, S. 2

Anschluss und Nutzung sind verschiedene Dinge

Der 2026 publizierte Synthesebericht hält fest: Viele Einrichtungen verfügen über einen Portalzugang, müssen Dokumente aber manuell hoch- und herunterladen. Er nennt geringe Verbreitung, fehlende Integration und ein ungünstiges Aufwand-Nutzen-Verhältnis als Hindernisse. Seine Aussage zur geringen aktiven Nutzung beruht auf früheren Erhebungen und ist keine Echtzeitmessung vom Oktober. Synthesebericht, S. 2–3 und 13–16

Die gemeinsame Steuergruppenstellungnahme nennt methodische Grenzen: geringer Rücklauf in einer Erhebung, rückblickende Schätzungen und eingeschränkte regionale Auswertbarkeit. Solche Grenzen gehören zu einer seriösen Bewertung der Zahlen. Methodik, S. 2

Was daraus folgt

Redaktionelle Einordnung: Mehr automatisch eröffnete Dossiers können das Verbreitungsproblem verkleinern. Ob daraus ein nützliches Instrument entsteht, hängt zusätzlich von aktuellen Inhalten, einfachen Abläufen und tatsächlich angeschlossenen Behandlungspartnern ab. Eröffnungszahlen allein sind kein geeigneter Erfolgsnachweis.

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